Zucker gehörte früher zum absoluten Luxus auf dem Speiseplan. Kein Wunder, dass die Gerätschaften zum Streuen von Zucker aus wertvollem 800er Silber, 835er Silber, 900er Silber und 925er Sterlingsilber hergestellt wurden. Heutzutage erleichtern Zuckertütchen und Würfelzucker dem Verbraucher den Konsum. Daher versteht man unter einem Zuckerstreuer nur noch den hygienischen Zuckerportionierer im Gaststättenbereich, den es mittlerweile auch als silberne Luxusausführung gibt. Das war nicht immer so. Mit der Beschaffenheit des Zuckers änderten sich auch die Zuckerstreuer aus Silber.

Zuckerstreuer Preise (Richtwerte)

Gegenstand / Gewicht Feinheit Ankaufspreis (+) Ankaufspreis (-)
Zuckerstreuer / 180g 925 Silber 52,00 € unter 47,40 €
Zuckerstreuer / 250G 800 Silber 62,40 € unter 56,90 €
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Bei einem verkauf von Zuckerstreuern kann das Geld für Moderne und neue Zuckerstreuer genutzt werden.

Der Zuckerstreulöffel aus Silber

zuckerstreuerIn frühen Zeiten wurde Rohrzucker zu großen Kandisblöcken ausgeschmolzen. Wollte man Zucker streuen, musste man die Zuckerbrocken erst in der Küche zerstoßen. Das Ergebnis war ein Gemisch von Staub und kleinen bis mittelgroßen Zuckersplittern. Um nun den Zucker etwas absieben und über eine Speise streuen zu können, erfanden findige Silberschmiede den Zuckerstreulöffel mit Löchern. Die Löffellaffe ist meist muschelförmig gestaltet und in den Vertiefungen sind reihenweise die Löcher angeordnet. Nimmt man damit Zucker auf und bewegt die Hand siebend über dem Teller, verteilen sich die kleinen Zuckerbröckchen auf der Speise und die großen bleiben zurück.

Englische Sugarcaster aus Sterlingsilber

In England gibt es andere die Zuckerstreuer aus Silber, die Sugar Caster. Das sind Gefäße mit getrepptem Sockel, die oben in einer gelochten Kuppe enden, ähnlich wie ein überdimensionaler Salzstreuer. Die im Stil George I sind meist octagonal, im Queen Anne Stil sind sie rund balusterförmig. Die Kappe lässt sich abheben und man kann den Zucker einfüllen. Zum Zuckerstreuen kippt man den Caster über den Teller und lässt den Zucker auf den Pancake rieseln. Die englische Herkunft dieser Caster zeigt sich an der englischen Punze für 925 Sterlingsilber, einem schreitenden Löwen. Echtsilber ist für Zuckerstreuer ein hygienisches Material. Im Gegensatz zu Salz greift Zucker den Zuckerbehälter aus Silber nicht an.

Frühe Zuckerstreuer aus Silber nach englischem Modell

Das englische Modell setzte sich auch in anderen Ländern durch. So gibt es ähnliche, runde, zierlich ziselierte Zuckerstreuer aus Silber, die sich durch die Silberpunze als antike deutsche Stücke aus Augsburg ausweisen. Ebenso existieren dänische, holländische und amerikanische Modelle. Gelegentlich haben diese Varianten kleine Füße. Da das frühe Silber von den deutschen und holländischen Antiksilbermanufakturen bis in die 70er Jahre nachgeahmt wurde, ist die Punzierung nicht nur für die Herkunft, sondern auch für die Altersbestimmung wichtig.

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Zuckerdose aus Silber

Antiksilber Streuer für Zucker

Zahlreiche Silberwarenmanufakturen der deutschen Antiksilberbranche stellten wunderbare silberne Streuer in 800 und 835 Silber her. Diese Varianten sind rund oder eckig und mit üppigem Dekor verziert. So ziehen sich gern ziselierte Blumengirlanden, tanzende Engelchen oder andere schmückende Dekore über die Flächen. Die Vertiefungen sind durch Zieroxidationen künstlich geschwärzt. Das gibt einem Hanauer oder Pforzheimer Zuckerstreuer aus Silber das typische Erscheinungsbild.