Die Gabel war schon früh Teil des Besteckes. Damals trug jeder sein eigenes Besteck bei sich und hatte die Gabel also bei Bedarf immer zur Hand. Je nach Rang und Reichtum war die Silbergabel mit einem ziselierten Griff aus 800er, 835er, 900er und 925er Silber oder anderem kostbaren Material ausgestattet. Diese Gabeln waren zuerst zweizinkig.

Als sich die Bestecksets mit einheitlichem Muster durchsetzten, enthielten sie für unterschiedliche Verwendungszwecke auch verschiedene Größen und Formen von Silbergabeln. Und jeder Hersteller formte die Gabel anders. Tatsächlich sind auch Silbergabeln für sich ein spannendes Sammelthema.

Silbergabel Preise (Richtwerte)

Gegenstand / Gewicht Feinheit Ankaufspreis (+) Ankaufspreis (-)
3 Gabeln / 180g 925 Silber 52,90 € unter 48,20 €
10 gabeln / 600g 800 Silber 152,40 € unter 139,00 €
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Beim Verkauf von Silbergabeln sollte immer ein Vergleich der aktuellen Preise und Händler durchgeführt werden um den best möglichen Preis zu erzielen.

Silbergabel Sammlung nach Verwendungsart

silbergabelZum Gedeck gehören die folgenden Gabeln aus 900 Silber oder Sterlingsilber, die in aufsteigender Größe gleich aussehen und vier Zinken haben: Vorspeisengabel, Menügabel, Tafelgabel. Eine Sonderform ist die Fischgabel, die nur drei Zinken hat, sowie die kleine Krebsgabel, die zusätzlich ein rundes Loch zwischen den Zinken aufweist. Diese sind jedoch selten aus Silber, da Fisch das Silber zum Oxidieren bringt. Zur Nachspeise gibt es noch das Dessertbesteck oder Obstbesteck, bestehend aus kleinem Messer und einer zierlichen Silbergabel. Beim Vorlegebesteck gibt es die schlanke Aufschnittgabel sowie eine sehr große Ausführung, die zum Bratenbesteck gehört. Zum Kaffeebesteck gehört die Kuchengabel, die in sehr frühen Formen als Pralinengabel zweizinkig war wie eine Silbergabel für Aufschnitt. Später setzte sich die dreizinkige Form durch, die noch später die verstärkte Schneidekante hinzu bekam. Sterlingsilber ist besonders weich. Deshalb sind die sehr zierlichen Antiksilber-Kuchengabeln, wie Hildesheimer Rose, bevorzugt aus der härteren 800 oder 835 Silberlegierung, damit sie sich nicht verbiegen.

Silbergabel Sammlung nach Besteckmuster

Innerhalb der verschiedenen Stilepochen veränderten sich auch die Formen der Echtsilber Gabeln. Deshalb bietet beispielsweise eine Sammlung von silbernen Tafelgabeln einen guten Vergleich zu den verschiedenen Modellformen. Waren die Zinken der Silbergabel anfangs lang und dünn, bildeten sich mit zunehmender Zeit die Gabelrücken stärker aus und die Zinken wurden breiter und kürzer. Während der Zeit um 1930 wurden die Gabeln aus Silber eckig und häufig trugen sie Hammerschlagmuster, das sogenannte Martelé. Und um 1960 formte man die Silbergabel mit einer Vertiefung im Gabelrücken und sehr kurzen Zinken, sodass sie fast wie ein Löffel mit Zinken aussah.