taschenuhr2Früher waren wertvolle Taschenuhren aus Silber ein Statussymbol. Die Taschenuhr aus Silber wurde von den Herren stilecht an einer Kette in der Westen- oder Hosentasche getragen. Damen trugen die Taschenuhrkette hingegen vielfach um die Taille oder den Hals. Mit dem Aufkommen der Armbanduhren sind Taschenuhren aus Silber im 20. Jahrhundert aus der Mode gekommen. Heute sind alte Taschenuhren aus Silber begehrte Sammlerobjekte.

Zur Geschichte der Taschenuhr

Die ersten Taschenuhren wurden im 15. Jahrhundert auf der Grundlage des neu entwickelten Federantriebs gebaut. Die älteste bekannte Taschenuhr stammt aus dem Jahr 1430 und wird heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg aufbewahrt. Der Federmechanismus erlaubte es, erstmals präzise Uhren zu bauen, die man auf Taschengröße verkleinern konnte. Als Zentren der frühen Taschenuhrbaukunst gelten Süddeutschland und die Schweiz. Die ersten Taschenuhren verfügten nur über einen Stundenzeiger. Erst im 17. Jahrhundert kamen Taschenuhren mit Spindelhemmung auf den Markt, die auch mit einem Minutenzeiger ausgerüstet waren. Antike Taschenuhren sind überwiegend unsigniert. Das Aufbringen von Logos und Firmennamen kam erst im 19. Jahrhundert auf. Experten können die alten Modelle aber über Gravuren und Bauarten bestimmten Manufakturen zuordnen. Heute sind vor allem die ältesten Modelle, die zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert gebaut wurden, absolute Raritäten und fast ausschließlich in bedeutenden Museen und Sammlungen zu sehen. Für die Herstellung des Uhrenmantels wurden seit jeher verschiedene Metalle eingesetzt. Besonders häufig trifft man Silberlegierungen an. Sterlingsilber oder 925er Silber waren robuste und gefragte Edelmetalle, die die Taschenuhr aus Silber zu einem echten Statussymbol machten.

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Bauformen von Taschenuhren aus Silber

Die Gehäuse der Taschenuhren aus Silber hatte ursprünglich eine Dosenform. Um mechanische Taschenuhren besser transportieren zu können, wurde die Bauform später oval gestaltet, bis schließlich die heute gängige flache Taschenuhrform aufkam. In der Frühzeit der Taschenuhren aus Silber wurden aber auch viele spezielle Maßanfertigungen mit eigentümlichen Formen gefertigt. Sie konnten die Form einer Muschel, eines Sterns, eines Kreuzes oder eines Totenschädels haben. Kunstvoll und teilweise individuell gearbeitete Taschenuhren aus Silber waren ein begehrtes Statussymbol, das Noblesse und Reichtum symbolisierte. Daher kann es nicht verwundern, dass sich noch im 17. Jahrhundert viele berühmte Persönlichkeiten auf Portraits mit ihrer Taschenuhr aus Silber abbilden ließen. Mit dem Aufkommen der Feinmechanikindustrie wurden Taschenuhren erstmals für breitere Schichten erschwinglich. Vielfach wurde bei in großer Stückzahl produzierten Uhren der Edelmetallgehalt an Sterlingsilber bzw. 925er Silber gesenkt. Die Taschenuhr aus Silber blieb aber noch bis ins 20. Jahrhundert ein Statussymbol. Auf sehr vielen Portraits aus dieser Zeit sind kunstvoll gefertigte Taschenuhrenketten zu sehen. Der Wert einer Taschenuhr aus Silber bemisst sich nach zwei Gesichtspunkten. Zum einen kommt es auf den Edelmetallgehalt an. Zum anderen hängt der Wert davon ab, wie kunstvoll das Modell gefertigt ist und ob es sich um eine Rarität handelt. Für seltene hochwertige Taschenuhren aus Silber werden auf dem Sammlermarkt nicht selten hohe Preise gezahlt.

Taschenuhren des Schweizer Herstellers IWC

Das Schweizer Unternehmen IWC zählt zu den international bekanntesten Herstellern hochwertiger Taschen- und Armbanduhren. Die Schweizer Taschenuhren aus Silber des in Schaffhausen beheimateten Herstellers gehören anerkanntermaßen zu den weltbesten. Die aktuellen Uhrenmodelle bieten zahlreiche Sonderfunktionen wie Minutenrepetition, Mondphase, einen ewigen Kalender, Tourbillon oder eine Gangreserve. Die älteren IWC Taschenuhren aus Silber sind begehrte Sammlerstücke und werden zu hohen Preisen gehandelt. Mit einer Taschenuhr aus Silber von IWC erwirbt man ein wertvolles Sammlerstück, dessen Wert zukünftig noch steigen wird. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass diese Taschenuhren durch die Gravur zu echten Unikaten und einzigartigen Zeugnissen der Geschichte geworden sind. Vielfach lassen sich der Herstellungs- und Verkaufsort, das Herstellungsdatum und diverse persönliche Angaben über den Käufer mittels der Gravur feststellen.

Gängige Ausführungen von Taschenuhren:

  • taschenuhr3Spindel-Taschenuhr
  • Schlüssel-Taschenuhr
  • Taschenuhr mit Schlagwerk
  • 8 Tage-Taschenuhr mit Wochentag und Datum
  • Spindel-Taschenuhr mit Repetitio
  • Unitas-Taschenuhr
  • Invar-Taschenuhr
  • Duplex-Taschenuhr

Bekannte Hersteller von Taschenuhren:

  • JOSEPH ANTONY BERLINGER SALZBURG um 1770
  • A.Lange & Söhne
  • ELECTION Chaux-de-Fonds Schweiz
  • A.REYMOND Tramelan/Schweiz
  • FILS DE ACHILLE Hirsch & Co.Schweiz
  • ETERNA Schild Fréres & Co.
  • BEAUCOURT Japy Freres & Cie.
  • IWC
  • UNION GLASHÜTTE/Sachsen
  • NOMOS GLASHÜTTE Uhrengesellschaft
  • IWC Schaffhausen
  • Berlinger Joseph Antony
  • Byfield Georges
  • Charmes Simon de
  • JOSEPH ANTON HEDIGER ZUG/Schweiz
  • FERDINAND ENGLSCHALCKH PRAG 1700-1740
  • J.EDMONDS LONDON
  • LONDON John Ilbery um 1780
  • LIEPOLD JEULENROD (18.Jahrhundert)
  • MALLET PARIS
  • LONDON Markwick-Markham 1725-1805
  • ANDREAS MAHL Friedberg um 1710
  • THOMAS PACE LONDON 1784-1825
  • THOMAS PALMER LONDON 1756/57
  • ROBERT SIMPSON POULTON (in the Fylde) 1822-1848
  • GEORGE PRIOR LONDON
  • PAUL LULLIN LONDON um 1700/1720
  • QUARE Daniel LONDON um 1700/10
  • ALEXANDER SMITH Inverury um 1850
  • W.M.WEBSTER EXCHANGE ALLEY
  • CALENDRIER Brevette
  • PAUL DITISHEIM
  • CHAUX DE FONDS Leon Sichel
  • LE ROY ET FILS PARIS
  • CHARLES OUDIN Paris
  • ROMILLY & Co.Genf
  • LONDON Markwick-Markham
  • OMEGA, Biel-Schweiz,
  • JOSEPH ANTON HEDIGER ZUG/Schweiz
  • J.GOULD LONDON
  • FERDINAND ENGLSCHALCKH PRAG
  • J.EDMONDS LONDON
  • CYMA Tavannes Watch & Co./Schweiz
  • HEBDOMAS
  • SIMON DE CHARMES LONDON 1688-1730
  • BERTHOUD A PARIS
  • JOHN C.COUNT SLEAFORD
  • ROBERT SIMPSON POULTON
  • JOYCE Whitchurch
  • CARL KOMLOSI WIEN 1781-1800
  • ALEXANDER SMITH Inverury um 1850