Kelche aus Silber – historisch wertvolle Kunstobjekte für Sammler
kelchaussilberDer klassische Kelch (abgeleitet von lat. calix) ist ein geformtes Gefäß ohne Deckel und Henkel. Seine vier Bestandteile werden vom Gold- und Silberschmied einzeln vorgefertigt und später zusammengefügt. Die vier Grundelemente sind: die Cuppa (Schale), der Nodus (Knauf oder Griffstück) sowie der Stilus (Schaft) und Pes (der Fuß). Die lateinischen Begriffe sind auch heute noch gebräuchlich für Beschreibungen und Vergleiche der Kelchformen in Spezialkatalogen und bei Aktionshäusern. Als sakrales Altargefäß wurden Kelche schon in frühchristlicher Zeit bei der Ausübung ritueller Handlungen benutzt. Unterschieden wird zwischen: Abendmahls-, Speise-, Kommunions- oder Laienkelch, aus dem der Gemeinde Wein gereicht wurde, was mit der „Kelchentziehung“ (um 1220) für längere Zeit verboten wurde, Sammelkelch, der zuerst zur Aufnahme von Weinspenden diente und mit dem später das Opfergeld gesammelt wurde, dem Konsekrationskelch, in welchem der Priester die Verwandlung von Wein in Blut zelebrierte , dem kleinen Messkelch, den der Priester bei der Messe selbst gebrauchte und einem noch kleineren Reise- oder Krankenkelch, der Sterbenden gereicht wurde sowie dem Grabkelch und einem Taufkelch. Der älteste Kelch dieser Art stammt aus der Zeit Justinians (römischer Kaiser von 527 – 565). Während der Kreuzzüge entwickelte sich die Kunst der Edelmetallgestaltung und brachte vielfältige Gefäßformen hervor, die zu allgemeinem Gebrauch dienten z.B. Salb- und Ölfläschchen, Dosen, Gießgefäße u .a. Kirchenfürsten und Könige schenkten den Kirchen meisterhaft gearbeitete Prachtkelche als Altarschmuck. Die noch in der ältesten christlichen Zeit aus Glas, Holz, Horn oder Elfenbein gefertigten kleinen Kelche wurden nach und nach verboten und nur noch goldene, silberne und die kupfernen nur mit einer starken Vergoldung zugelassen. In ärmeren Kirchen allerdings wurden verzierte Zinngefäße verwendet. Aus der Tradition heraus haben sich die Grundformen der Liturgiegefäße bis heute erhalten und werden auch bei modernen Kreationen in schlichteren Ausführungen angewendet.

Kelche aus Silber – beliebte Auktionsobjekte – zieren Vitrinen und Konsolen

Goldener KelchEin Hauch von Mystik umschwebt die silbernen und reich verzierten Kelche aus Gold und Silber. Sie erinnern an den Heiligen Gral der Ritter der Artusrunde aber auch an Alchimie und Hexenbrauch. Die reich verzierten Schmuckkelche mit Edelsteinbesatz, plastischen Bilddarstellungen, Ornamenten und Mustern, mit kunstvollen Ziselierungen und Inschriften bestechen mit dem prächtigen Glanz von Silber und Gold. Damit lassen sie das Herz vieler Sammler höher schlagen. Silberkelche sind ihren Preis wert. Die Angebote der Antiquitätenhändler, Auktionshäuser und Onlineshops überbieten sich gegenseitig und präsentieren edelste Ware. Für den kleinen Geldbeutel gibt es preiswertere Nachbildungen mit geringer Silber- bzw. Goldauflage oder Emailverzierung. Neben den Sammlern gibt es auch andere Liebhaber. Einzelobjekte oder der gesamte Tafelschmuck versehen jedes Ereignis mit festlichem Glanz. Wenn sich der warme flackernde Schein der Kerzen vielfach in den Silberkelchen spiegelt oder die helle Festbeleuchtung gleißend reflektiert wird, erscheint die Tafel reich und schön. So gehören auch heute die edlen Wein- und Sektkelche und Becher für Likör und Weinbrände zum Hausrat wohlhabender Familien. Stilvolle Silberkelche haben ihren Preis aber sie sind es ihren Besitzern wert, die als Gastgeber ihren Gästen damit ihre Wertschätzung erweisen wollen.