Krugerrand Goldmünze
Münzdaten:
Bezeichnung Anlagemünze
Edelmetall Gold
Land Südafrika
Nennwert ohne Nennwert
Legierung 916er Gold
Durchmesser 32.60mm
Kursentwicklung Goldchart
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Beschreibung

Die auflagenstärkste und bekannteste Goldmünze der Welt ist der südafrikanische Krügerrand. Obwohl er offizielles Zahlungsmittel ist, besitzt er keinen aufgeprägten Nennwert. Sein Wert ergibt sich aus dem aktuellen Goldpreis. Erhältlich ist er bei Banken und Münzhändlern, wo er gegen einen geringen Aufschlag erworben werden kann. Der Krügerrand aus Südafrika ist eine klassische Anlagemünze.

Und wie sieht die Krügerrand Goldmünze aus?

Krügerrand Goldmünzen haben einen Durchmesser von 1,65 cm bis 3,269 cm. Ihr Gewicht variiert brutto von 3,393 g bis 33,93 g. Auf der Münzvorderseite ist das Profil des südafrikanischen Politikers Paul Kruger und auf der Rückseite der Springbock, eine südafrikanische Antilope, geprägt. Das Motiv wurde von dem deutschen Medailleur Otto Schulz entworfen. Der Münzrand ist geriffelt und ihre typische, leicht rötliche Färbung erhalten Krügerrand Goldmünzen durch einen Kupferanteil von etwas über 8%, der die Kratzfestigkeit erhöht.

Geschichtliches Hintergrundwissen zur Krügerrand Münze

Seit 1961 prägt Südafrika Goldmünzen unter der Bezeichnung Rand. Der Rand ist ab 1961 auch die offizielle Währung Südafrikas und löst das bis dahin gebräuchliche südafrikanische Pfund ab. Banknoten werden damals in den Einheiten 1, 2, 10 und 20 Rand ausgegeben. Die ersten Krügerrand Goldmünzen kommen am 3. Juli 1967 aus der Präge. Bis 1980 gibt es den Krügerrand ausschließlich in der Größe von einer Unze, dann werden auch 1/2, 1/4 und 1/10 Unzen hergestellt, die allerdings nicht an den Erfolg der ursprünglichen Krügerrand Goldmünze anschließen können.

Die Bezeichnung der Münze setzt sich einerseits aus der Währung Rand und andererseits aus dem Namen des Politikers Paul Kruger zusammen. Die international anerkannte Bezeichnung ist demnach auch „Krugerrand“. Allerdings hat die deutsche Eigenheit, die Münze „Krügerrand“ zu nennen, durchaus ihre Berechtigung. Im Jahr 1713 kommt der Berliner Jacobus Krüger als Söldner nach Südafrika, lässt sich dort nieder und gründet später eine Familie. Einer seiner Nachfahren ist Paul Kruger. Der tritt das kriegerische Erbe erfolgreich an und profiliert sich in den Burenkriegen. 1864 wird er zum Generalkommandanten des Burenstaates Transvaal ernannt und 1882 zu seinem Präsidenten gewählt. Als Politiker ist er nicht unumstritten, gilt er doch als Mitbegründer der Apartheidpolitik.

Von Beginn der Prägung an ist die Krügerrand Goldmünze ein Erfolg. Anfangs hat sie eine Auflage von 40.000 Stück jährlich. Ab 1970 wird die Produktion gesteigert und sie erreicht im Jahr 1978 einen Rekordwert von 6.000.000 Krügerrand Goldmünzen. Als dann im Jahr 1986 die Vereinigten Staaten und die Europäische Gemeinschaft Sanktionen gegen Südafrika wegen seiner Apartheidpolitik beschließen, bricht der Handel mit Krügerrands ein. In dieser Zeit rücken andere Anlagemünzen in das Blickfeld der Sammler, darunter der österreichische Wiener Philharmoniker und der kanadische Maple Leaf. 1999 werden mit dem Ende der Apartheid auch die Sanktionen gegen Südafrika aufgehoben. Seither sind Krügerrand Goldmünzen wieder leicht erhältlich. Sie werden jetzt in geringere Stückzahl produziert, was den Krügerrand aus Südafrika für Anleger und Sammler interessant macht.