Münzdaten:
Bezeichnung Goldmünze
Edelmetall Gold
Land Österreich
Nennwert kein Nennwert
Legierung 986er Gold
Durchmesser 39,68mm
Kursentwicklung Goldchart
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Unter dem Dukat bzw. Dukaten versteht man eine ursprünglich in Venedig geprägte Goldmünze, die über viele Jahrhunderte hinweg in Europa verbreitet und im Wert stabil war. Die 1 Dukat Münze aus Gold besitzt einen Feingehalt von 986/1000 und hat ein Feingewicht von etwa 3,44 Gramm. Die erste Prägung einer 1 Dukaten Goldmünze fand im Jahre 1284 in Venedig statt. Bis zum Ende der venezianischen Republik im Jahre 1797 wurden die Münzen mit gleichbleibendem Prägebild und Goldgehalt hergestellt und über den europäischen Kontinent bis in den Orient verbreitet. 1 Dukat verdankt seine Bezeichnung der Münzinschrift, die Revers zu finden ist. Auf jener Rückseite fand sich seit den ersten Prägungen zunächst folgende Umschrift: Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus Übersetzt bedeutet dies: Dir Christus sei dieses Herzogtum gegeben, welches du regierst. Neben der Umschrift beinhaltet das Revers zudem die Abbildung von Jesus Christus in einer Mandorla (mandelförmige Umrandung die Aura und Glorie Jesu darstellen sollte). Avers, auf der Vorderseite, ist der Evangelist Markus dargestellt, der dem Dogen von Venedig die Kreuzfahne überreicht und so symbolisch seine Herrschaft als Staatsoberhaupt der Republik Venedig legitimiert. Eine weitere geläufige Bezeichnung dieses Münztypus, die häufig synonym verwendet wird, ist Zechine oder Zecchine. Der Ursprung der Bezeichnung ist unklar, doch es wird vermutet, dass Zechine entweder auf die Münzanstalt (italienisch zecca) Bezug nimmt, oder vom arabischen Wort sikka entlehnt wurde, welches den Prägestock bezeichnet.

Nennwert der Dukaten Goldmünze:

 

Nennwert Gewicht Börsenwert
1 Dukaten 3,44 g ca. 173,20 €
4 Dukaten 13,76 g ca. 692,80 €

Die Bedeutung der edlen Münze aus Gold im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit darf keineswegs unterschätzt werden. Venedig als Welthandelsmacht verbreitete die Münze in der gesamten damals erschlossenen Welt. Der Dukat als Welthandelsmünze war anders als der damals ebenfalls verbreitete Gulden aus Gold sehr wertstabil. Dies führte dazu, dass Dukaten zudem als Maßstab für Gewichtsvergleiche verwendet wurden.

Verbreitung des Dukaten in Deutschland und Österreich

Innerhalb Deutschlands ist diese Münzform relativ weit verbreitet und auch heute noch ein beliebtes Sammlerstück mit entsprechendem Preis. Dies verwundert kaum, da jene Münzart seit 1559 als Reichsmünze galt und erst 1857 als Zahlungsmittel aufgehoben wurde, um von da an Sammlercharakter zu erhalten.

Der 4 Fach Dukat vom Kaiserreich Österreich

Aus dem 19. Jahrhundert stammt auch die 4 Dukaten Münze, die von 1872-1915 zu Ehren des Kaisers Franz Josephs dem Ersten von Österreichs geprägt wurde und das vierfache Gewicht beziehungsweise den vierfachen Wert und Goldgehalt aufweist. Auf dem 4 Dukaten Münzstück sowie auf dem einfachen Dukat ist avers der Kaiser Franz Joseph I von Österreich abgebildet mit der Umschrift: Franc IOS I D G Austriae Imperator. Revers findet sich der zweiköpfige Adler, das Wappentier von Österreich – Ungarn, sowie die Umschrift: LOD ILL REX A A (Jahreszahl) Hvngar Bohem Gal. Bei offiziellen, staatlichen Nachprägungen nach dem Jahr 1915 wird in der Regel das Jahr 1915 verwendet, einige wenige Münzen sind fälschlicherweise, zurückgehend auf einen Fehler des Stempelschneiders, mit der Jahreszahl 1951 datiert.

Der Wert der Münze entspricht auch heute dem historischen Münzfuß. Die Einhaltung der Reinheit wurde über die Jahrhunderte hinweg so streng kontrolliert, dass man den Wert von Gold mit einem Feingehalt von 986/1000 als Dukatengold bezeichnet. Dukaten erfreuen sich als Anlagemünzen äußerster Beliebtheit. Der Preis ist abhängig vom Wert nach Goldpreis und Seltenheit. Nachprägungen werden zum Teil fast zum reinen Goldwert angeboten.

Dukat Münze Vorderseite:

dukat-vorder

Duckat Münze Rückseite:

dukat-rueck