Den Beruf des Goldschmieds gab es bereits in alten Zeiten. Bekannt sind antike Funde von Goldschmiede Schmuck der Phönizier, der Trojaner und der Griechen. Erstaunlich, mit welchen einfachen Mitteln damals feinste Schmuckstücke hergestellt wurden. Besonders die schwierige Technik der Granulation beherrschte schon der antike Goldschmied meisterlich. Dabei wird die Oberfläche des Schmucks mit winzigen aufgeschmolzenen Goldkügelchen überzogen. Da das gelbe Edelmetall nicht verrottet, haben sich diese Zeugnisse früher Goldschmiedekunst bis heute erhalten. Weil Gold wertbestätig ist, ersetzt der Schmuck vom Goldschmied in vielen Kulturen das Sparkonto. Die Frau hat das Familienvermögen sozusagen “am Hals” und repräsentiert nach außen den Stand der Familie. Dieser Aspekt gilt auch in unserer modernen Zeit. Menschen mit wertvollem Goldschmuck sind automatisch angesehener. Der Goldschmied genoss schon früher besonderes Ansehen, da er mit kostbarem Material für angesehene Leute arbeitete. Auch heute haben fähige Goldschmiede gute Berufsaussichten.

Das Berufsbild des Goldschmieds

Der Beruf des Goldschmieds umfasst viel mehr als nur Gold zu schmieden. Während der Silberschmied tatsächlich aus Silber Gefäße schmiedet, stellen Goldschmiede Schmuck und kleine Ziergegenstände, auch aus anderen Edelmetallen, wie Silber, Platin und Palladium, her.

Die Ausbildung zum Goldschmied

Die Lehre des Goldschmiedes dauert 3 1/2 Jahre. In dieser Zeit lernt der angehende Geselle im Goldschmiede-Betrieb das Entwerfen und Umsetzen von Schmuckideen. Als Goldschmied ist sowohl eine künstlerische Neigung als auch akkurates Arbeiten nötig. Das Arbeitsmaterial ist kostbar und selbst die abfallenden Rückstände werden gesammelt und wieder eingeschmolzen. Zum Goldschmied kann man sich auch an einer der Fachschulen in Pforzheim oder Hanau ausbilden lassen. Zu den Techniken der Goldschmiede gehört das Sägen, Feilen, Treiben, Fassen von Edelsteinen und das Montieren einzelner Schmuckbestandteile. Später können sich die jungen Handwerker weiter spezialisieren. Es gibt die Goldschmiede-Fachrichtungen Schmuck, Juwelen oder Ketten.

Schmuck vom Goldschmied

Während viele Schmuckwaren bereits als Massenware industriell auf Pressen gefertigt werden, ist handgefertigter Goldschmiede Schmuck immer noch etwas ganz Besonderes. Jeder Juwelier beschäftigt eigene Goldschmiedemeister zur Reparatur und Aufarbeitung von Schmuckwaren. Nur beim Goldschmied kann man sich jedoch auch Ringe, Ketten oder Armbänder nach eigenen Wünschen anfertigen lassen. Am Anfang wird der Kunde beraten, in welchem Edelmetall und mit welchen Edelsteinen sich der gewünschte Schmuck am besten verwirklichen lässt. Hier müssen auch die technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Zur besseren Veranschaulichung wird der Goldschmied einige Entwürfe zeichnen und dem Kunden vorlegen. Die Herstellungskosten für den Schmuck können jetzt schon genau berechnet werden. Entspricht ein Entwurf den Vorstellungen des Kunden, geht es an die Herstellung. Nur bei sehr kostbaren Schmuckstücken wird noch ein Modell aus einfachem Material vorab gefertigt werden. Nach der vereinbarten Zeit kann der Auftraggeber beim Goldschmied sein bestelltes Juwel abholen. Solche Arbeiten erlauben dem Goldschmied, all seine Fähigkeiten anzuwenden. Sonderaufträge sind anspruchsvoll und werden gerne angenommen. Auch ein kleiner, in Auftragsarbeit gefertigter Schmuck ist ein sehr individuelles und unverwechselbares Geschenk.