Diamanten sind der Menschheit schon seit der Frühzeit der Geschichte bekannt. In Indien galten Rohdiamanten als Glücksbringer und ihnen wurde eine magische Wirkung zugesprochen. Auch die Römer wussten die wertvollen Steine zu schätzen, vor allem aufgrund ihrer einzigartigen Härte. Im europäischen Mittelalter schmückten die ersten einfach geschliffenen Diamanten die Adeligen und Könige. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die modernen Schlifftechniken erfunden, die den Rohdiamanten zu ihrem unvergleichlichen Glanz verhelfen. Von diesem Zeitpunkt an wurden Diamanten zunehmend als Schmuck verarbeitet, vor allem Diamantringe wurden begehrt als kostbares Geschenk und als Statussymbol.

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Herstellung und Wert der Diamantringe

diamantenringeDiamanten können auf allen Kontinenten gefunden werden. Heute werden sie vor allem in Russland, Kanada, Australien und Afrika von wenigen, großen Firmen kommerziell im Tagebau und unter Tage abgebaut. Um zu verhindern, dass Diamanten in den Handel gelangen, für die Menschen in Krisenregionen unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten müssen und deren Abbau Kriege und Waffenhandel finanziert (sog. Konfliktdiamanten oder Blutdiamanten), werden die Edelsteine zunehmend mit Herkunftsnachweisen und Zertifikaten versehen.

Die Herstellung eines Diamantringes ist eine Handwerkskunst, für die ein Goldschmied viel Zeit und Geschick aufwendet. Nachdem der Ring aus Silber, Weißgold, Rotgold, Gelbgold oder Platin geschmiedet wurde, wird der Diamant in die Fassung des Ringes eingesetzt. Die Größe bzw. das Gewicht eines Diamanten wird in Karat (engl. Carat, Abk. ct.) angegeben, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht. Der am häufigsten verwendete Schliff (engl. Cut) für einen Ring ist der Brillantschliff (der sogenannte Brillantring), der zu den Grundformen des Diamantenschliffs gehört, neben dem Herz- Kissen-, Oval-, Tropfen-, Princess-, Radiant-, Marquise-, Smaragd- und Trillion-Schliff. Die Schliffe unterscheiden sich in der daraus resultierenden Form des Steines und in der Anzahl der Facetten, die eine unterschiedliche Lichtbrechung hervorrufen und so das “Feuer” des Diamanten bestimmen. Die Reinheit (engl. Clarity) eines Diamanten ergibt sich aus der Größe und Sichtbarkeit von Einschlüssen und kann mit einer Skala bewertet werden. Diamanten kommen in den unterschiedlichsten Farben (engl. Colours) vor. Intensiv gefärbte Steine werden als Fancy Diamonds (dt. schicke Diamanten) bezeichnet und sind besonders wertvoll. Diamanten, die für das bloße Auge farblos erscheinen, können dennoch leicht getönt sein, daher wird auch für die Bewertung der Farbe eine standardisierte Skala verwendet. Die genannten “4 C” (Carat, Cut, Clarity, Colour) ergeben zusammen mit dem Material- und Designwert des Rings, den Kosten für den Ringschliff und dem Aufwand des Goldschmiedes den Wert für den Diamantring.

Neben dem materiellen Wert stehen Diamantringe wie kein anderer Schmuck als klassisches Symbol für unvergängliche Liebe, Treue und Reichtum. Daher werden sie heute vor allem zur Verlobung und Hochzeit verschenkt. Auch die Geburt eines Kindes oder ein großes Fest sind Anlässe, Diamantringe zu verschenken und zu tragen.

Diamantringe kaufen? Bitte nur im Fachhandel!

Diamantringe kaufen sollte man auf jeden Fall ausschließlich über den Fachhandel. Für Laien wäre die Gefahr zu groß auf unechte Steine „hereinzufallen“ und viel Geld zu verlieren. Achten Sie auf jeden Fall beim Kauf auf ein Zertifikat und ziehen Sie beim geringsten Zweifel am besten einen Sachverständigen zu Rate.