Als Armbänder werden Schmuckstücke aus flexiblem Material bezeichnet, während Armreifen starre, geschlossene oder halb offene Metallreifen aus harten Werkstoffen sind. Der normale Sprachgebrauch trifft diese Unterscheidung jedoch eher selten. Der Übergang zwischen den Schmuckstücken ist insofern fließend, als dass es Armbänder aus mehreren starren Gliedern gibt, die geschlossen wie Armreifen wirken. Die Gemeinsamkeit der beiden Formen liegt darin, dass sie als Handgelenksschmuck dienen und dieses umschließen. Die Form der Armreifen variiert genauso wie die Breite und die für die Herstellung verwendeten Rohstoffe. Bei der Fertigung kommen Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin sowie Naturstoffe zum Einsatz. Je nach Mode und Material erhalten die Schmuckreifen eine glatte, gravierte, satinierte oder ziselierte Oberfläche, eventuell veredelt mit Edelsteinen, Halbedelsteinen oder einfachen Schmucksteinen. Sogenannte Schlossreifen besitzen einen Verschluss, der je nach Modell anspruchslos oder aufwendig gearbeitet ist.

Amreifen Preise (Richtwerte)

Gegenstand / Gewicht Feinheit Ankaufspreis (+) Ankaufspreis (-)
Goldreif / 15g 999 Gold 455,00 € unter 385,40 €
Platinreif / 20g Platin 369,10 € unter 317,80 €
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Armreifen waren die ersten Schmuckstücke

Armreifen aus GoldArchäologische Funde konnte die Verwendung von Hals- und Armreifen als Schmuck bereits seit Beginn der Menschheit nachweisen. Aus der Altsteinzeit sind sie in einfacher Form, aber auch als Gliederketten aus Naturstoffen wie Tierzähne und Bernstein bekannt. Als die Verarbeitung von Bronze und Kupfer möglich wurde, entstanden Schmuckstücke aus Plättchen, Röllchen, Ringen und Perlen, die Verwendung der Naturmaterialien nahm ab. Im Laufe der Jahrhunderte, mit der stets wachsenden Materialauswahl, nahm auch die Fertigung von edlen Armreifen und Armbändern vermehrt zu. Sie entwickelten sich zu einem Symbol für Macht und Reichtum, wie zum Beispiel bei keltischen Kriegern, die breite Armreifen aus Silber trugen. Zusätzlich übernahm der Handgelenksschmuck zeitweise die Funktion als Schutz vor Verletzungen beim Kampf sowie bei der Jagd, kleinere Ausführungen dienten phasenweise als Zahlungsmittel. Die Armspange gehörte zum Krönungsornat der deutschen Kaiser. Schlangen-Armreifen dienten im alten Ägypten als Herrschaftszeichen, sie stand als Symbol für göttliche und königliche Weisheit sowie wie Macht.

Die Top Markenhersteller für Armschmuck:

  • Fossil
  • Esprit
  • Pandora
  • Pilgrim
  • Leonardo

Im Mittelalter verlor das Armband seine Funktion als Schmuckelement und wurde kaum noch verwendet, erst in der Renaissance kam es wieder in Mode. In Südeuropa trug die Damen von Welt Armreifen aus Gold und Perlen Armreifen auf der bloßen Haut, im Norden über der Kleidung. Circa Mitte des sechzehnten Jahrhunderts erreichte das Armband als Schmuck seine größte Beliebtheit, Email Armreifen, Perlen und Edelsteine bestimmten das Bild. Sehr beliebt waren Brillant Armreifen und Rubin Armreifen, da sie den Reichtum des Hauses betonten. Mit der neuen Mode der Ärmelkrausen verschwanden die Armreifen wieder und wurden vergessen, bis im Klassizismus Kamee Armreifen in Mode kamen.

Symbolik

Die Romantik brachte eine Vielzahl von neuen Modellen hervor, Echthaar Armreifen aus Menschenhaar mit dem einem Miniaturbildnis aus Emaille und einem entsprechenden wertvollen Verschluss gehörten zu den besonders beliebten Ausführungen. In der Zeit zwischen 1958 und 1970 waren geschnitzte Armreifen, gebündelte Reifen mit Steinkugel sowie besonders schmale und Diamant Armreifen in Mode. Im einundzwanzigsten Jahrhundert gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichsten Materialien und Formen, teilweise auch mit funktionaler Bedeutung, wie zum Beispiel bei Uhren. Besonders wertvolle Armreifen bestehen aus Gold oder Platin mit oder ohne entsprechenden Besatz. Gerne getragen werden auch Biedermeier Armreifen oder Art déco Armreifen, die zwar vom Material keinen besonders hohen Wert besitzen, dafür aber durch ihre aufwendige Verarbeitung wunderschön wirken.