Münzgold ist weltweit auch unter der Bezeichnung „Gold 900“ im Handel. Der Name gibt Auskunft darüber, dass hier 90 Gewichtsprozent auf Reingold entfallen. Im Klartext heißt das, dass es sich bei Münzgold um eine sehr hochwertige Legierung handelt, die auch hohe Münzgold Preise rechtfertigt. Sie besteht aus neun Anteilen Feingold und einem Anteil Kupfer. Münzgold gilt als sehr weich. Das ist ein Vorteil, den man sich beim Prägen von Münzen, gleich ob als Zahlungsmittel oder als Gedenkmünzen, zunutze macht.

muenzgoldDa als Zahlungsmittel verwendete Münzen in den meisten Ländern nicht nur Münzgold, sondern auch Silber enthalten, musste ein festes Verhältnis der Münzgold Preise zu den Silbermünzenpreisen geschaffen werden. Diese Anteile, nicht etwa die Preise, sind auf Länderebene festgelegt. Am deutlichsten wird die Notwendigkeit der Münzgold Preise in den Vereinigten Staaten, wo es sowohl den Golddollar als auch den Silberdollar gibt. Die jeweiligen Anteile der Edelmetalle wurden im Jahr 1792 festgeschrieben. Danach sind im Golddollar 1,505 Gramm Feingold enthalten, während ein Silberdollar immer 4,056 Gramm Feinsilber enthält. Damit wird ein Ausgleich beim reinen Wert des Materials geschaffen, was allerdings heute so nicht mehr zutrifft, weil die Münzgold Preise auf Grund des Börsenhandels stark schwanken.

Das zum Prägen von Zahlungsmitteln und in der Neuzeit von Sammlerobjekten Münzgold verwendet wird, ist der Tatsache zu verdanken, dass in einigen Regionen der Welt größere Funde dieses edlen Metalls gemacht wurden. Allein durch den Goldrausch in Brasilien, der 1693 begann, gelangten im 18. Jahrhundert bis zu 15 Tonnen Gold pro Jahr auch nach Europa. Weitere große Goldfunde im amerikanischen Bundesstaat North Carolina sowie in South Dakota trugen ebenfalls dazu bei, die weltweit rasant steigende Nachfrage nach Münzgold zu befriedigen. Weiter große Funde folgen im Montana, in Nevada sowie in Idaho und in Oregon. Kanada war mit Fundorten am Yokon River und am Klondike River ebenfalls mit daran beteiligt. Dadurch fielen die Preise für das Edelmetall Gold rapide.

Der größte Goldrausch fand jedoch in Kalifornien statt, was dem an der Pazifikseite liegenden amerikanischen Bundesstaat auch den Beinamen „Golden State“ eingebracht hat. Er dauerte von 1848 bis 1854 und wurde durch einen zufälligen Fund von James W. Marshall ausgelöst. Dass die breite Öffentlichkeit von dem Goldfund erfuhr, hatte einen politischen Grund. Der damalige Präsident James K. Polk nutzte die Funde als Argument für den Krieg gegen Mexiko, der damals gerade um die Region Kalifornien geführt wurde.