Gold waschen! Wie funktioniert das?

Nachdem das Gold waschen eine lange Tradition hat, wird das Goldwaschen in Deutschland nun als abenteuerliches Freizeitvergnügen in der Natur angeboten. Unter Anleitung von erfahrenen Goldwäschern werden Laien in Kursen in die verschiedenen Techniken des Waschens eingewiesen und können dabei oft im Verlauf des Tages kleine Funde machen. Nennenswerte Mengen Gold können in Flüsse gefunden werden, wenn sich sog. Flussseifen gebildet haben. Wenn goldhaltiges Gestein verwittert, werden die Goldpartikel im Gewässer soweit getragen, bis sie sich durch die hydraulischen Verhältnisse an bestimmten Stellen ablagern. Da Gold eine hohe Dichte hat, lagert es sich zusammen mit anderen schwereren Materialien an Stellen mit geringerer Strömung ab und kann dort gefunden werden.

Die Grundausrüstung für das Gold waschen besteht aus wasserdichtem Schuhwerk, einem Spaten, einem feinmaschigen, stabilen Küchensieb und einem Glasröhrchen, um gefundene Goldpartikel zu sammeln. Hilfreich sind eine Pinzette und eine Pipette, um auch feinste Goldflitter auflesen zu können. Effektiver kann mit einem Sichertrog Gold gefunden werden. Um größere Mengen Sediment zu durchsuchen, eignet sich eine Waschrinne. Beide Verfahren nutzen die hohe Dichte von Gold, indem sich das Edelmetall sich in der Strömung des Troges oder der Rinne anders verhält als Sedimente und so heraus sortiert werden kann. Profis verwenden auch eine Goldwaschpfanne oder weitere technische Hilfsmittel.

Goldwaschen in Deutschland

goldwaschenGoldwaschen in Deutschland lohnt sich, wenn der Suchort sorgfältig nach seinen geologischen Gegebenheiten ausgewählt wird. In Sachsen ist der größte Fluss die Elbe. Bekannte Fundstätten von Elbgold befinden sich z. B. bei Torgau, Wittenberg, Lauenburg und Magdeburg. Ein bekannter Goldbach ist die Göltzsch, ein Nebenfluss der Weißen Elster. Goldwaschen in Deutschland ist auch in Thüringen möglich, wobei der Bach Grümpen bei Theuern einer der ergiebigsten Fundstätten ist. In Bayern kann z. B. am Inn bei Haag und Mühldorf oder in Goldkronach am Zoppatenbach gesucht werden. Im Schwarzwald sind einige Bäche ebenfalls Gold führend. In der Eifel ist der Goldbach bei Andel für seinen Goldreichtum bekannt. An der Wietze in Niedersachsen besteht ein Goldwaschcamp, in dem jeder sein Glück versuchen kann. Beim Goldwaschen in Deutschland kann auch Gold aus den skandinavischen Ländern gefunden werden, die durch Gletscher während der letzten Eiszeit eingetragen wurden, wie in Berlin und Brandenburg.

In einigen Bundesländern ist das Goldwaschen in Deutschland genehmigungspflichtig, wer eigenständig Gold waschen möchte, sollte sich daher zunächst bei der zuständigen Behörde erkundigen.

Goldwaschen am Rhein

Der Rhein ist schon lange als ein goldreicher Fluss bekannt. Das Goldwaschen am Rhein ist grundsätzlich an Geröll- und Kiesbänken sinnvoll, die oberhalb einer Stromschnelle oder Biegung liegen, jedoch mit der Einschränkung, dass der Rhein erst ab der Mündung der Aare bei Waldshut-Tiengen einen nennenswerten Goldgehalt aufweist. Bekannte Fundstellen zum Gold waschen am Rhein sind z. B. Neuenburg, Bad Bellingen, Rheinweiler und Kembs. Zum Goldwaschen am Rhein ist auch die Geröllbank bei Istein ein bekannter und lohnenswerter Ort zum Goldwaschen in Deutschland. Das Goldwaschen am Rhein erfordert Geduld und Glück, aber auch wenn das berühmte Nibelungengold dabei wahrscheinlich nicht gefunden wird, sind die Erfolgsaussichten für den Fund von Flittern und kleiner Nuggets beim Goldwaschen am Rhein gut.

zurück zur Übersicht